Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 rollte unser Kinderkochmobil durch Karlsruhe – von spätsommerlichen Tagen bis hinein in die winterliche Jahreszeit. Ob auf Schulhöfen, in Kitas, bei Veranstaltungen oder direkt im Herzen der Stadt: Überall wurde gemeinsam gekocht. Dabei stand nicht nur das Zubereiten von Speisen im Mittelpunkt. Die Kinder konnten Lebensmittel mit allen Sinnen entdecken, Neues kennenlernen und erleben, wie viel Freude gemeinsames Tun macht. Zusammenarbeit, Rücksicht und gemeinsamer Genuss spielten dabei eine ebenso große Rolle wie der Spaß am Kochen selbst.
In diesem Rückblick nehmen wir euch mit auf unsere Stationen im zweiten Halbjahr 2025. Wir zeigen, wo das KiKoMo Halt gemacht hat, welche besonderen Momente wir mit den Kindern teilen durften – und danken allen, die diese Aktionen mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben. Viel Freude beim Lesen!
Oberwaldschule Aue (07. Juli – 11. Juli)
Finanziert durch: Stadt Karlsruhe, „Klimaneutrale Schule„
In dieser Woche haben wir mit den Zweit- und Drittklässlern wieder unser Einstiegsrezept „Apfelpfannkuchen“ zubereitet. Passend zu den Äpfeln haben wir erneut das Saisonspiel mit den Kindern gespielt und gemeinsam herausgefunden, warum es besser ist, Obst und Gemüse regional und saisonal zu kaufen – und natürlich auch, weil sie dann einfach besser schmecken. Die Kinder bringen dabei schon viel Vorwissen mit und sagen ganz von selbst, dass sie im Winter zum Beispiel keine Erdbeeren essen, weil es diese in Deutschland zu dieser Jahreszeit nicht gibt. Außerdem wissen sie, dass Erdbeeren im Sommer frisch und reif vom Feld deutlich besser schmecken als im Winter.
Schloss Stutensee (21. Juli – 25. Juli)
Finanziert durch: Förderverein von Schloss Stutensee
An dieser besonderen Einrichtung gab es leckere Apfelwaffeln und knusprige Vollkornbrötchen. Mit viel Freude, vollem Einsatz und großer Neugier waren die Kinder bei der Sache – dabei blieb es natürlich nicht aus, dass auch jede Menge Mehl an den Fingern landete. Die Kinder hatten großen Spaß am Zubereiten, Ausprobieren und Mithelfen, und unsere Rezepte kamen bei allen richtig gut an. Bei passendem Wetter konnte das selbst zubereitete Essen anschließend gemeinsam draußen an der frischen Luft genossen werden, was den Vormittag zu einem besonders schönen und gelungenen Erlebnis machte.
St. Antonius-Kinderheim (04. August – 08. August)
Finanziert durch: Olhäuser Stiftung und Lions Club Karlsruhe Fächer
Im Rahmen des Ferienprogramms durften wir die Kinder des St. Antonius Kinderheim bei uns im Hardtwald willkommen heißen. Gemeinsam wurde geknetet, gelacht und gebacken: Frische Vollkornbrötchen entstanden aus eigenen Händen und wurden mit Kräutern und Früchten aus dem Naschgarten verfeinert.
Auch das Thema Lebensmittelwertschätzung kam nicht zu kurz – aus überreifen Bananen zauberten die Kinder eine erfrischende Nicecream. Ein rundum gelungener Ferientag voller Natur, Genuss und gemeinsamer Kochmomente. 🌿🍌🥖
Das Ferienprogramm war insgesamt sehr abwechslungsreich gestaltet, da parallel auch der Kunstbus vor Ort war. Dort konnten die Kinder ihre eigenen Farben herstellen und kreativ werden. So entstand eine bunte Mischung aus Kochen, Backen und Malen. Zwischendurch ging es außerdem immer wieder zum Tiergehege, was die Kinder besonders begeistert hat. Insgesamt war in dieser Woche wirklich alles mit dabei und sorgte für viele schöne Erlebnisse.



Camp der 1000 Möglichkeiten (11. August – 22. August)
Finanziert duch: Nachlassmittel der Eheleute Morlock
Beim Camp des Stadtjugendausschusses Karlsruhe konnten sich die Kinder in vielen verschiedenen Bereichen ausprobieren und dabei jede Menge Spaß haben. Ob Spielen, Bauen, Malen, Kochen und noch vieles mehr – für jedes Kind war etwas Passendes dabei. Wir waren mit dem KiKoMo natürlich auch wieder vor Ort und haben gemeinsam mit den Kindern täglich neue Rezepte zubereitet, die anschließend natürlich auch probiert und gegessen wurden. Von fruchtigen Desserts bis hin zu bunten Gemüsegerichten war alles dabei.
Uns hat es riesigen Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und zu sehen, mit wie viel Freude, Neugier und Motivation sie dabei waren. Besonders schön war es zu erleben, dass die Kinder nicht nur Spaß hatten, sondern auch wirklich etwas lernen und selbst schaffen wollten. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Event, bei dem man viele Kinder in den unterschiedlichsten Bereichen kreativ erleben durfte.
Pestalozzi-Schule Durlach (22. September – 03. Oktober)
Finanziert durch: Stadt Karlsruhe „Klimaneutrale Schule“ sowie andere Förderer der Schule
Nach der Sommerpause führte uns unsere erste Station an die Pestalozzi-Schule in Durlach – und das gleich für zwei Wochen. Viele der Kinder kannten das KiKoMo bereits und brachten schon viel Wissen rund um gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit mit. Kein Wunder, denn mit der Pestalozzi-Schule verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit mit vielen gemeinsamen Projekten.
In diesem Jahr konnten wir dort erstmals unser Frühstücksprojekt umsetzen. Ziel war es, den Kindern abwechslungsreiche, gesunde und nährstoffreiche Frühstücksideen näherzubringen. Der Start nach der Sommerpause hätte für uns kaum besser laufen können! Wir freuen uns sehr, den Kontakt zur Pestalozzi-Schule weiterzuführen und auch in Zukunft gemeinsam neue Projekte anzugehen.



KiFaz Tinyhouse (06. – 10. Oktober)
KiFaz in der Nordweststadt am Tinyhouse (06. – 10. Oktober)
Finanziert durch: Nachlassmittel der Eheleute Morlock (in Zusammenarbeit mit dem KinderbĂĽro Karlsruhe)
In der darauffolgenden Woche machte das KiKoMo Halt am Tinyhouse in der Nordweststadt und wurde zum Treffpunkt für viele Kinder aus den umliegenden Kitas. Gemeinsam mit den Kindern wurde dort gebacken: Es entstanden leckere Haferkekse und Vollkornbrötchen, bei denen alle tatkräftig mit anpacken konnten. Die Neugier der Kinder war groß – sie erfuhren, was Vollkorn eigentlich bedeutet, warum es länger satt macht und welche Vorteile Bio-Produkte für Mensch und Umwelt haben.



bei der Evangelischen Jakobusschule (13. – 17. Oktober)
Finanziert durch: Förderverein der Jakobusschule
In diesem Jahr waren wir erstmals zu Gast an der Jakobusschule. Im Mittelpunkt der Projektwoche stand ein beliebter Klassiker: selbst gemachte Apfelpfannkuchen.
In Zweiergruppen bereiteten die Kinder ihre Pfannkuchen eigenständig zu – vom Abmessen der Zutaten über das Schneiden der Äpfel bis hin zum Ausbacken in der Pfanne. Dabei übernahmen sie viel Verantwortung, trafen gemeinsam Entscheidungen und erlebten ganz praktisch, wie gut Teamarbeit funktionieren kann.
Die Workshopleiter:innen begleiteten den Prozess aufmerksam, gaben Impulse, beantworteten Fragen und unterstützten dort, wo es nötig war. Gleichzeitig blieb den Kindern genügend Raum, um selbst auszuprobieren, Fehler zu machen und am Ende stolz auf ihre eigenen Ergebnisse zu sein.
Mit insgesamt 140 teilnehmenden Kindern war die Projektwoche ein voller Erfolg. Das gemeinsame Probieren der frisch gebackenen Apfelpfannkuchen bildete einen genussvollen Abschluss – und zeigte einmal mehr, wie Lernen, Selbstwirksamkeit und gesunde Ernährung Hand in Hand gehen können. 🍎🥞



KiFaz Oberreuth (20. –  24. Oktober)
Finanziert durch: Nachlassmittel der Eheleute Morlock
In der Projektwoche wurde das KiKoMo im KiFaZ Oberreut erneut zum Treffpunkt für viele Kinder aus den umliegenden Kitas. Gemeinsam backten sie Vollkornkekse – besonders das Kneten des Teigs sorgte für viel Begeisterung, Lachen und lebendige Kochmomente.
Die Freude der Kinder war deutlich spürbar und machte das KiKoMo zu einem Ort, an den sie gern zurückkehren wollten. Gleichzeitig trug das Projekt auch über das gemeinsame Kochen hinaus Früchte: Es stärkte die Vernetzung zwischen den beteiligten Kitas und der Stadtteilmanagerin und förderte so den Austausch im Stadtteil. 🍪✨



Kita Burgpiraten (27. –  31. Oktober)
Finanziert durch: Höpfner-Stiftung
Zum ersten Mal in diesem Jahr wurden wieder Dambedeis gebacken. In der Projektwoche bei den Burgpiraten passte das wunderbar zur bevorstehenden Nikolauszeit. Mit viel Begeisterung formten die Kinder aus dem Hefeteig ihre eigenen kleinen Figuren. Dabei entstanden die unterschiedlichsten – und oft sehr lustigen – Formen.
Die Kinder konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sowohl beim Gestalten der Dambedeis als auch beim Verzieren. Besonders spannend war für viele das Backen mit Hefe: Wie riecht sie eigentlich? Was passiert mit dem Teig? Und schmeckt das am Ende wirklich? Neugierig wurden diese Fragen gemeinsam erkundet – und natürlich auch beim Probieren beantwortet.



Kita Kieselsteine (03. – 07. November)
Finanziert durch: 24h-Lauf (StadtJugendAusschuss Karlsruhe)
Die Kita Kieselsteine ist eine Fördereinrichtung mit dem Schwerpunkt Sprach- und Hörförderung. Für uns war es besonders beeindruckend zu erleben, wie aufmerksam die Kinder waren und wie gut sie die Anleitungen umsetzten – auch Kinder mit Hörbeeinträchtigungen arbeiteten konzentriert, selbstständig und mit großer Begeisterung mit. Passend zur Nikolauswoche haben wir gemeinsam Dambedeis gebacken und die Kinder berichteten stolz von ihren Laternen, von Liedern, die sie gerade üben, und von den Vorbereitungen in der Kita.



Sybelcentrum (08. – 14. November)
Finanziert durch: Kinderperspektiven e.V.
In dieser Woche wurde das KiKoMo zu einem echten Treffpunkt für Groß und Klein. Gemeinsam mit dem Sybelcentrum entstand eine lebendige Back- und Kochwerkstatt, in der den ganzen Tag über fleißig gearbeitet wurde. In den Vormittagsworkshops bereiteten die Kinder Apfelpfannkuchen zu, während am Nachmittag Pizza auf dem Plan stand.
Dabei gab es für die Kinder viel zu entdecken: unterschiedliche Zutaten, neue Zubereitungsweisen und natürlich jede Menge Raum zum Ausprobieren. Einige Kinder waren sogar sowohl vormittags als auch nachmittags dabei und hatten so die Möglichkeit, beide Rezepte kennenzulernen und selbst zuzubereiten.



Lidellschule (24. – 28. November)
Finanziert durch: Stadt Karlruhe, „Klimaneutrale Schule„
Mit unserem Weihnachtszauber-Projekt starteten wir an der Lidellschule in eine besonders stimmungsvolle Workshopzeit. Drei Rezepte in nur 2 Stunden und 15 Minuten – das klang zunächst nach einem sportlichen Programm. Doch die Kinder waren hoch motiviert und arbeiteten konzentriert und begeistert mit, sodass unser Plan wunderbar aufging.
Zum Auftakt wurden Vollkornkekse gebacken, anschlieĂźend bereiteten wir gemeinsam einen selbstgemachten Punsch zu. Den Abschluss bildete ein weihnachtliches KnuspermĂĽsli, die Rezepte sind nicht nur lecker, sondern passen auch perfekt zur Jahreszeit.
Besonders spannend war für viele Kinder der Umgang mit den Gewürzen: Nelken, Kardamom und Muskat waren für einige ganz neu. Neugierig wurde daran gerochen und probiert – auch wenn das Schnuppern manchmal ganz schön in der Nase kitzelte.



Schule am Weinweg (01. –  05. Dezember)
Finanziert durch: Stadt Karlsruhe, „Klimaneutrale Schule“
Auch in dieser Workshop-Woche an der Schule am Weinweg setzten wir unser Winterzauberprojekt um. Der besondere Schwerpunkt dieser Schule liegt auf der Förderung von Kindern mit Sehbeeinträchtigungen. Viele der Kinder sehen nur sehr wenig oder gar nicht, weshalb wir unsere Arbeitsweise gezielt angepasst haben.
Die Rezepte stellten wir diesmal in großem A3-Format statt wie gewohnt auf A5 zur Verfügung. Zusätzlich erklärten wir alle Schritte ausführlich mündlich. Hier wurde deutlich: Tasten ist ein wichtiges „Sehen“. Durch das Fühlen von Zutaten, das Erkennen von Formen und Konsistenzen sowie das genaue Zuhören konnten die Kinder aktiv und selbstständig mitarbeiten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Teamarbeit. In kleinen Gruppen unterstützten sich die Kinder gegenseitig, halfen einander bei den einzelnen Arbeitsschritten und wuchsen als Team zusammen. Es ist jedes Mal besonders schön zu beobachten, wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert und wie viel gegenseitige Rücksicht und Stärke darin steckt.
Zitat aus dem Feedback der Schule am Weinweg:
„Es ist immer wieder eine Freude fĂĽr alle Beteiligten das KiKoMo an unserer Schule zu haben. Die professionelle Vorbereitung und DurchfĂĽhrung der MaĂźnahme und die Pädagogische Kompetenz der MitarbeiterInnen machen das KiKoMo an unserer Schule zu einer Freude – nicht nur fĂĽr die SchĂĽlerInnen, sondern auch fĂĽr die LehrerInnen.“



Waldschule Neureut (08. –  12. Dezember)
Finanziert durch: Stadt Karlsruhe, „Klimaneutrale Schule„
Wie schmeckt eigentlich Nachhaltigkeit? In der Waldschule Neureut war die Antwort ganz eindeutig: nach Apfelpfannkuchen! In unserer letzten Projektwoche für dieses Jahr haben wir dieses bewährte Rezept noch einmal gemeinsam zubereitet – immer wieder ein Genuss und bei den Kindern sehr beliebt.
Doch die Apfelpfannkuchen waren mehr als nur lecker. Anhand dieses Rezepts können wir viele Aspekte einer gesunden und nachhaltigen Ernährung anschaulich erklären: Warum verwenden wir Vollkornmehl? Was bedeuten die Zahlen auf dem Ei – und wofür steht die Null am Anfang? Woher kommt eigentlich Kuhmilch, und welche pflanzlichen Alternativen wie zum Beispiel Haferdrink gibt es? Und warum greifen wir lieber zu Rohrzucker statt zu stark verarbeitetem Industriezucker?



Was nehmen wir mit?
Keine Woche glich der anderen, jede Gruppe brachte ihre eigene Dynamik mit – und in allen Projekten steckten Engagement, Neugier und ganz viel Freude am Lernen. Zu erleben, wie Kinder unterschiedlichster Altersstufen beim gemeinsamen Tun ins Gespräch über Ernährung kommen, bestärkt uns immer wieder: Das KiKoMo macht einen Unterschied.
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Mit viel Vorfreude blicken wir auf alles, was das nächste Jahr für uns bereithält. 💛
Euer KiKoMo-Team
