Der Teller der Zukunft
Wie können wir uns gesund ernähren – und gleichzeitig unseren Planeten schützen?
Mit unserem Planetary-Health-Projekt verbinden wir Gesundheitsbildung mit Klimabildung und übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in alltagstaugliche Praxis.
Was ist die „Planetary Health Diet“?
Die Planetary Health Diet wurde von der EAT-Lancet-Kommission entwickelt – einem Zusammenschluss von 37 Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen weltweit.
Ihr gemeinsames Ziel:
- Eine Ernährung zu definieren, die die Gesundheit des Menschen fördert
- und gleichzeitig innerhalb der planetaren Grenzen bleibt,
- sodass auch eine wachsende Weltbevölkerung nachhaltig versorgt werden kann.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie wirkt sich meine persönliche Ernährung auf meine eigene Gesundheit – und auf den Planeten – aus?
Die Idee dahinter
Die Forschung zeigt: Unser Ernährungssystem verursacht…
- mehr als ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen
- einen enormen Wasserverbrauch
- große Landnutzung
- Belastungen für Böden und Gewässer
Die Planetary Health Diet versucht, Gesundheit und Umwelt zusammenzudenken – nicht gegeneinander.
Wie sieht der „Teller der Zukunft“ aus?

Im Zentrum stehen:
- Viel Gemüse und Obst
- Vollkorngetreide
- Hülsenfrüchte
- Nüsse
- Pflanzliche Öle
Tierische Produkte werden reduziert, nicht vollständig ausgeschlossen.
Wichtig: Die Planetary Health Diet ist kein starres Verbotssystem, sondern ein Orientierungsrahmen.
Was bedeutet das konkret im KiKoMo?
Wir machen Wissenschaft alltagstauglich. Statt nur über CO₂-Werte zu sprechen, setzen wir die Prinzipien praktisch um.
🌱 Beispiel:
Klimaburger
- stärker pflanzenbasiert
- Reduktion tierischer Bestandteile
- Fokus auf Gemüse
Ziel: Zeigen, dass klimafreundliche Alternativen
alltagstauglich und lecker sind.
🥄 Beispiel:
Linsenaufstrich
- Förderung pflanzlicher Proteinquellen
- Einführung von Hülsenfrüchten als nachhaltige Eiweißquelle
- Vergleich tierisches vs. pflanzliches Protein
Ziel: Vielfalt auf dem Teller erweitern.
Warum Planetary Health in der Schule?
Ernährung ist Klimabildung
Was wir essen, beeinflusst:
- CO₂-Emissionen
- Wasserverbrauch
- Flächenverbrauch
- Biodiversität
- Globale Ernährungsgerechtigkeit
Die Planetary Health Diet verbindet Gesundheits- und Klimaschutz und bietet einen konkreten Ansatz für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Inhalte des Projekts
🌍 Klimabezug von
Lebensmitteln
Vergleich tierischer & pflanzlicher Lebensmittel
Globale Lieferketten
🥦 Nachhaltige Ernährung
Mehr pflanzliche Vielfalt
Hülsenfrüchte als Proteinquelle
Saisonalität und Regionalität
🔎 Reflexion &
Konsumverhalten
Essgewohnheiten hinterfragen
Was bedeutet „nachhaltig“ im Alltag?
Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich?
👩🍳 Praxis
Zubereitung klimafreundlicher Gerichte
Gemeinsames Kochen und Probieren
Rezeptvariationen für zuhause
Pädagogischer Ansatz
✔ handlungsorientiert
✔ dialogisch statt belehrend
✔ lösungsorientiert statt moralisierend
✔ alltagsnah und umsetzbar
Unser Ziel ist nicht Verzicht, sondern bewusste Entscheidungen.
Anknüpfung an Unterricht & Schulentwicklung
Das Projekt eignet sich besonders für:
- BNE
- Geografie
- Biologie
- Gemeinschaftskunde
- AES / Hauswirtschaft
- Projektwochen
- Nachhaltigkeits-AGs
Es kann Teil eines Schulentwicklungsprozesses im Bereich Nachhaltigkeit sein.
So läuft jeder KiKoMo-Workshop ab
- Begrüßung & Einführung zum KiKoMo, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung
- Hygieneschulung
- Besprechung des Rezepts und der Lebensmittel(-herkunft)
- Zubereitung in 2er Teams unter Anleitung der Workshopleitung
- Gemeinsames Essen
- Reflexion der Lerninhalte & Abschluss
So läuft eine Projektwoche mit dem KiKoMo ab
- Vorbesprechung mit der Schule, Klärung aller technischen Details, Aufstellung, Terminplan, Aushändigung aller Unterlagen und Checklisten, Klärung der Finanzierung
- Schule holt mit vorbereitetem Elternbrief Rückmeldung zu Lebensmittelunverträglichkeiten ein und koordiniert die Einteilung in Workshops
- KiKoMo wird am Freitag nachmittag der Vorwoche auf dem Schulhof aufgestellt, Montag morgen startet dann der erste Workshop; am nächsten Freitag dann wieder die Abholung.
- die Workshops werden von unserem pädagogischen Personal selbständig durchgeführt, keine Begleitung durch Schule notwendig
- je Woche können 100 bis 140 Kinder berücksichtigt werden. Dabei sind auch unterschiedliche Klassenstufen möglich.
Interesse an einem Planetary-Health-Projekt?
Sie möchten das Thema nachhaltige Ernährung an Ihrer Schule vertiefen oder zunächst im Kollegium vorstellen? Melden Sie sich gerne über das untenstehende Kontaktformular, wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

