Unser Beitrag zum Ernährungsführerschein

Mit dem KiKoMo unterstützen wir Schulen in der praktischen Ernährungsbildung. Wir wurden auf der didacta dafür bereits mit einer Auszeichnung bedacht. Hier zeigen wir, wie wir Alltagskompetenz, Lebensmittelwissen und Küchensicherheit vermitteln– praxisnah, nachhaltig und altersgerecht! Und mit ganz viel Spaß am Lernen für die Kinder.

Das KiKoMo ergänzt den Ernährungsführerschein mit einem praxisnahen Kochmodul. Je 10 Kinder werden von unserem ausgebildeten Personal in Workshops von ca. 3 Unterrrichtsstunden im KiKoMo begleitet. Wir können so in einer Projektwoche 100 Kinder in zwei Workshops am Vormittag berücksichtigen, 140 Plätze haben wir, wenn wir auch nachmittags einplanen können.

Wir führen nicht das vollständige Konzept des Ernährungsführerschein durch, sondern unterstützen Schulen mit einem mobilen, praktischen Baustein – insbesondere dort, wo räumliche oder technische Voraussetzungen für regelmäßiges Kochen fehlen.

Unser Beitrag im Rahmen des Ernährungsführerscheins

Wir übernehmen diese praktischen Bausteine:

  • Zubereitung eines alltagstauglichen Grundrezepts
  • Einüben grundlegender Küchentechniken
  • Vertiefung von Lebensmittelwissen
  • Anwendung der Ernährungspyramide in der Praxis
  • -> und nebenbei üben wir Lese- und Rechenkompetenzen sowie Verstehen und Umsetzen von Handlungsanweisungen (übrigens: auch Sprachförderung lässt sich so mit viel Spaß verbinden)

Die inhaltliche Einbettung erfolgt durch die Schule im Rahmen des regulären Unterrichts. Aber: Der Einsatz des KiKoMo ist nicht an die Umsetzung des Ernährungsführerscheins gebunden, sondern kann auch autark durchgeführt werden.

Unser Angebot orientiert sich an den Inhalten des Ernährungsführerscheins, der im Bildungsplan eingebettet ist, und ergänzt es um praktische und nachhaltigkeitsbezogene Aspekte.

Unsere Inhalte

Was lernen die Schülerinnen und Schüler?

🧼 Hygiene im Küchenalltag

Händehygiene Schritt für Schritt
Haare zusammenbinden
Ärmel hochkrempeln
Schürze umbinden
Salmonellenprophylaxe

🥚 Lebensmittelwissen

Die Ernährungspyramide
Eierstempel und Haltungsformen
Weißmehl und Vollkorn, ggf. Dinkel
Weißer und brauner Zucker
Milch und Haferdrink
Saisonalität und Regionalität

🔪 Motorische Techniken

Tunnelgriff und Krallengriff
Eier richtig aufschlagen
Teig herstellen und verrühren
Zutaten abmessen
Herd und Pfanne sachgerecht bedienen
Pfannkuchen wenden

🍏 Nachhaltigkeit &
Regionalität

Saisonalität von Obst
Regionale Wertschöpfung
Klimabezug einzelner Lebensmittel

Teamarbeit

Die Kinder arbeiten in Zweier-Teams
Umsetzen eines Rezepts für zwei Personen
sie müssen sich einig werden, welche Varianten

Warum wir mit oft mit Apfelpfannkuchen arbeiten
– und warum das kein Zufall ist

Viele Schulen fragen uns:
„Warum kocht ihr so gern Apfelpfannkuchen?“

Die kurze Antwort:
Weil sie sich pädagogisch hervorragend eignen. Und fast allen Kindern sehr gut schmecken;-).

Die lange Antwort finden Sie hier 👇

1️⃣ Apfelpfannkuchen sind ein didaktisches Multitalent

Apfelpfannkuchen sind kein „Standardrezept“, sondern bewusst gewählter Bestandteil unseres Ernährungskonzepts.
An einem einzigen Gericht lassen sich zahlreiche Kompetenzen vermitteln:

  • Lesen und Verstehen eines Rezepts
  • Arbeiten nach Maßangaben
  • Hygiene- und Sicherheitsregeln in der Küche
  • Teamarbeit und Arbeitsplanung

Das Ziel ist nicht Eventkochen – sondern Alltagskompetenz.

Und noch ein Aspekt: Äpfel sind ganzjährig in Bio-Qualität verfügbar – eine wesentliche Voraussetzung für unser ganzjähriges Angebot.

2️⃣ Lebensmittelwissen praxisnah vermitteln

Anhand der Zutaten entstehen viele Lernanlässe:

Eier

  • Was bedeutet der Stempel auf dem Ei?
  • Unterschied zwischen Boden-, Freiland- und Biohaltung
  • Tierwohl und Verantwortung für Kosumentscheidungen

Mehl

  • Unterschied zwischen Weißmehl und Vollkornmehl
  • Was sind Ballaststoffe?
  • Wie wirkt sich die Wahl von Vollkornmehl aus?

Milch & Alternativen

  • Woher kommt die Milch? Mit welchen Bedingungen ist ihre Gewinnung verbunden?
  • Was ist Haferdrink?
  • Geschmacks- und Konsistenzvergleich -> die Kinder dürfen selbst wählen, was in ihren Teig kommt.

Äpfel

  • Regionalität und Saisonalität
  • was wächst wann? Saisonspiel wird in der Backpause mit verschiedenen Obst und Gemüse gespielt
  • Warum regional oft klimafreundlicher ist

So wird aus einem einfachen Rezept ein umfassender Lernprozess.

3️⃣ Grundlegende Küchentechniken erlernen

Apfelpfannkuchen ermöglichen das sichere Üben zentraler Basistechniken:

  • Arbeitsvorbereitung und Mise en place
  • sichere Arbeitsunterlagen
  • Tunnelgriff und Krallengriff
  • Eier korrekt aufschlagen
  • Teig richtig verrühren
  • Herd und Pfanne sicher bedienen
  • Öltemperatur erkennen
  • Pfannkuchen wenden

Diese Fähigkeiten stärken Selbstständigkeit und Selbstvertrauen.

4️⃣ Selbstwirksamkeit statt Showeffekt

Wir wollen nicht beeindrucken – wir wollen befähigen.

Apfelpfannkuchen sind:

  • einfach in der Umsetzung
  • auch für Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten gut umsetzbar (Laktose, Gluten etc.)
  • kostengünstig
  • mit wenigen Zutaten Zuhause umsetzbar
  • leicht variierbar
  • -> und sie schmecken fast jedem Kind!

So entsteht echte Alltagskompetenz – nicht nur ein einmaliges Kocherlebnis.


Unser pädagogisches Prinzip

Wir setzen auf:

✔ Lernen durch Handeln
✔ Wiederholbare Grundrezepte, die man variieren kann
✔ Alltagsnähe statt Eventkochen
✔ Reflexion statt bloßem Nachmachen

Die Schülerinnen und Schüler sollen das Gelernte zuhause selbstständig anwenden können.

So läuft jeder KiKoMo-Workshop ab

  1. Begrüßung & Einführung zum KiKoMo, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung
  2. Hygieneschulung
  3. Besprechung des Rezepts und der Lebensmittel(-herkunft)
  4. Zubereitung in 2er Teams unter Anleitung der Workshopleitung
  5. Gemeinsames Essen
  6. Reflexion der Lerninhalte & Abschluss

So läuft eine Projektwoche mit dem KiKoMo ab

  1. Vorbesprechung mit der Schule, Klärung aller technischen Details, Aufstellung, Terminplan, Aushändigung aller Unterlagen und Checklisten, Klärung der Finanzierung
  2. Schule holt mit vorbereitetem Elternbrief Rückmeldung zu Lebensmittelunverträglichkeiten ein und koordiniert die Einteilung in Workshops
  3. KiKoMo wird am Freitag nachmittag der Vorwoche auf dem Schulhof aufgestellt, Montag morgen startet dann der erste Workshop; am nächsten Freitag dann wieder die Abholung.
  4. die Workshops werden von unserem pädagogischen Personal selbständig durchgeführt, keine Begleitung durch Schule notwendig
  5. je Woche können 100 bis 140 Kinder berücksichtigt werden. Dabei sind auch unterschiedliche Klassenstufen möglich. Für erste Klassen haben wir z.B. Rezepte, die überwiegend auf Bilder setzen und auch ohne Lesekenntnisse gut zu bewältigen sind.

Was brauchen wir für einen Kikomo-Besuch?

Das benötigen wir vor Ort
Toilettenzugang
16 A Stromanschluss
Optimal: Spülmaschine

Gruppengröße: max. 10 Kinder pro Workshop
Kapazität: bis zu 140 Kinder pro Woche
Organisation & Betreuung: vollständig durch das KiKoMo-Team

Interesse, das KiKoMo an Ihrer Schule zu erleben?

Sie möchten den Ernährungsführerschein durch ein Praxismodul ergänzen – oder zuerst im Lehrerkollegium vorstellen? Super!
Schreiben Sie uns kurz über das Formular. Wir melden uns zeitnah zurück und klären gemeinsam, was für Ihre Schule am besten passt. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Sie können unten einfach auswählen, ob Sie nur die Präsentation möchten oder direkt eine Projektanfrage stellen wollen.

    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Haus.