Das KiKoMo is(s)t saisonal und regional

Die Saisonalität und Regionalität der verwendeten Lebensmittel sind uns im KiKoMo besonders wichtig. Denn wir sind davon überzeugt: Saisonal und regional zu essen tut nicht nur der Umwelt und unserer Gesundheit gut, sondern schmeckt auch einfach besser!

Regional und saisonal… was bedeutet das?

Die Saison und die Region von Lebensmitteln hängen unmittelbar zusammen. Denn die Saisonalität eines Lebensmittels ist dann gegeben, wenn die klimatischen Bedingungen des Standorts ideal sind. Eine Saison bezeichnet die Zeit, in welcher die jahreszeitlichen Bedingungen natürlich gegeben sind, damit ein Obst oder Gemüse besonders gut wachsen und später auch geerntet werden kann. Diese Bedingungen können Temperatur, die Menge an Regen o. Ä. sein. Die klimatischen Bedingungen sind allerdings von Ort zu Ort unterschiedlich. Daher ist es wichtig, auf die Regionalität zu achten.

In einer Region wie Italien kann man beispielsweise Tomaten im Winter und Frühling ernten. Zu diesen Jahreszeiten lassen sich in Deutschland keine Tomaten finden, weil es hier dafür einfach zu kalt ist. Die Kälte ist oft der Grund, weshalb künstliche Beheizung oder Beleuchtung in Gewächshäusern eingesetzt werden. Was nicht natürlich im Freiland und ohne künstlich erzeugte Umgebungen wächst, ist aber streng genommen auch nicht saisonal. Und was nicht saisonal ist, ist meistens auch nicht umweltfreundlich.

Der Energieverbrauch in den Gewächshäusern und lange Transportwege belasten unsere Umwelt und das Klima. Außerdem muss das Gemüse oder Obst für die langen Transportwege auch meistens zu früh geerntet und mit Chemikalien behandelt werden, damit die ideale Reife bis zum Platz in unserem Kühlschrank erlangt ist. Die Chemikalien tun uns allerdings nicht gut und die frühe Ernte verringert die Intensität von Geschmack und Nährstoffen… daher besser zur rechten Zeit am rechten Ort das Obst und Gemüse kaufen.

Kindgerechte Vermittlung dieser Prinzipien

Die große Frage lautet: wie kann ich das Kindern anschaulich und praxisnah erklären? Teil eines jeden Workshops im KiKoMo ist das Saisonal-Regional-Ratespiel. Hierfür werden lauter kleine farbige Kärtchen von verschiedensten Obst- und Gemüsesorten auf der Arbeitsfläche verteilt. Dabei findet man nicht nur Kindern vertrautes Gemüse wie Tomaten und Kürbis, sondern auch Sorten wie Rhabarber und Chicorée. Die Kinder dürfen sich dann reihum eine Karte aussuchen, den Namen der Frucht oder des Gemüses sagen und die jeweilige Saison zuordnen. Bei diesem Begriff gibt es oft erstmal Unklarheiten. Sobald wir anhand eines Kalenders erklärt haben, dass die Saison eigentlich nur bedeutet, in welcher Jahreszeit das Obst und Gemüse in Deutschland idealerweise wachsen und geerntet werden kann, legen schon die ersten Kinder los. So lernen die Kids ganz einfach den Saisonkalender zu benutzen.

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Mit dem Spiel lernen die Kinder durch das eigenständige Vorstellen der Karten neues Obst und Gemüse kennen, wir schauen gemeinsam, welche Monate ideal für das Wachstum, die Ernte und die Lagerzeit geeignet sind und kommen ins Gespräch. Gerade Letzteres ist besonders wertvoll. Denn dann befindet man sich plötzlich im Garten von Opa Herbert, bei dem es im Sommer diese außergewöhnlichen Brombeeren gibt oder bei den eigenen Eltern, die ihre Tomaten nur im Sommer ernten können.

Neben der spielerischen Herangehensweise vermitteln wir das Thema auch ganz praktisch, indem wir regionale und saisonale Lebensmittel für unsere Workshops verwenden. Im Mai und Juni gibt es dann frische Erdbeeren zu den Vollkornbrötchen, im Sommer die frischen Tomaten auf den Wraps und das ganze Jahr über Apfelpfannkuchen, weil man die Äpfel so gut lagern kann. Saisonal zu kochen bietet Vielfalt!

Was wir ansonsten in einem KiKoMo-Workshop durchnehmen, kannst du hier am Beispiel eines Kita-Einsatzes genauer nachlesen.

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gut für dich und gut für die Umwelt

Der Geschmack ist sicherlich einer der größten Vorteile, saisonal und regional zu kochen. Voll ausgereiftes und unbehandeltes Obst und Gemüse ist intensiv im Geschmack und zusätzlich gesünder. Es ist nachgewiesen, dass die volle Reife von Obst und Gemüse den Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen steigert. Das liegt an den Nährstoffen, die durch einen gesunden Nährboden aufgenommen werden können sowie an der Sonne, die über längere Zeit das Gemüse und Obst beglücken kann.

Weil saisonales Essen auch regionale Produkte bedeutet, müssen die Lebensmittel nicht über die halbe Erde transportiert werden, was wiederum die Umwelt schont und Verpackungen mindert.

Außerdem regt das saisonale und regionale Kochen zu kreativen, neuen Kochideen an. Warum nicht im Winter einen herzhaften Eintopf mit Grünkohl oder selbstgemachtes Rotkraut probieren? Saisonalität bietet Vielfalt und öffnet neue Facetten für die eigenen Kocherfahrungen… nicht nur im KiKoMo, sondern auch zu Hause!

Probiert es doch mal aus!

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